Als kleine Kostprobe: Diskutieren Sie mit via Blog (s.u.) - gehen Sie gerne auch auf XING und werden Sie ein geschätzter würdevoler Kontakt von Susanne Angela Remmert

 

Schreiben Sie zu den u. angebotenen Themen, oder greifen Sie neue auf.

Ich wünsche uns allen viel Freude beim Austauschen von Ansichten.

 

  • "Achtsam sprechen" von Anselm Grün - einem Aufruf, sich die "Gesunde Sprache" anzueignen, das Wort zu schätzen, sich heil sprechen - Liebe verlauten lassen u.s.w.

  • zu Erziehungsthemen bzgl. "Mit allen Sinnen aufwachsen und leben" - die Vorteile betreffend, die Vorurteile aus dem Weg räumend u.s.w.

  • "Den Papst unterstützen - Reformen zur "gehobenen Menschlichkeit" einfordern

  • die u. eingespeisten Themen

 

.....

 

Vielen Dank für Ihr Interesse und daran, dass Sie an dieser Lobby teil nehmen.

 

Ich freue mich auf Ihre Beiträge und Anregungen!

  

Ihre Susanne Angela Remmert

 

Beitrag zu PhiloWDR5, vom 14.06.2013

 

Gibt es sie, die eine Welt, die grundlegend und allumfassend erklärbar und begründbar ist?

Hallo Herr Gabriel,

diese Frage kann man eigentlich nur theologisch bejahen (in meinem Sinne auch „sozial“ – im übrigen bin ich Sozial-Geographin).

 

Denn andererseits (zum pluralistischen Realismus):

Ja, jeder Mensch hat eine Welt im Kopf, hat Erfahrungen und Grundsätze, hat ein Gewusst Wie oder Gewusst Was.

 

Es gibt Gruppen und Denksysteme, es gibt ein Ich (ein persönliches und ein „Großes“), es gibt Männer und Frauen, die sich angeblich nicht so gut verstehen können?!

 

Es gibt die Elemente und Erfinder. Materie hat sich verdichtet, ist auffindbar und zusätzlich  gibt es eine ganze Menge soziale und physikalische, biologische, psychische und wirtschaftliche „Gesetze“ und Regelungen.

 

Es gibt Einverständnisse und Ablehnungen, es gibt Spuren und den „richtigen“ Weg, und es gibt Literatur, d.h. die Verfassung von Phantasien und Gemütszuständen, von Biographien u.a..

 

Es gibt mich (persönlich), meinesgleichen und andere Menschen, meinen Körper und Körpergesetze, soweit erkannt und anerkannt, soweit als nützlich und schön oder lästig wahr genommen.

 

Vor allem aber gibt es Zuschreibungen, d.h. die Anerkennung von gewachsenen Systemen und immer auch den Wunsch der Menschen, zu entdecken und Neues zu schaffen.

 

Da es also immer noch möglich ist, Neues zu entdecken und zu erfinden, oder da es auch nur Neues wahr zu nehmen, gibt es eine reale Welt, das, was man sieht und „nutzt“.

 

Aber es gibt auch Wünsche und Fantasien, die man ggf. in die Tat umsetzen kann, wenn man möchte hat und Zugang hat zu dem System, in dem wie realisiert werden können.

 

All das kann entdeckt oder unentdeckt neben einander stehen, die Grenzen können offen oder fließend sein.

 

Die Welt ist so gesehen aber bestimmt kein „Behälter“, sondern ein offenes Kontinuum, dessen Grenzen keiner entdecken kann, weil man ggf. plötzlich wieder „zu Hause“ ist, aber die Spur, die man einhält, besteht auf eigenen Wunsch, und auf dem Wunsch der Gruppe / des Systems.

 

Sicherlich gibt es flexible Systeme und starre, es gibt einfache Wahrnehmungen und plurale oder ganzheitliche Wahrnehmungen. Es gibt auch freie Menschen und vielleicht Menschen, die sich erst befreien müssten (was gegen alle Grundgesetze gehen würde).

 

Und die Befreiung beginnt im Kopf, sie kann aber auch ein Gefühl oder eine Wahrnehmung sein.

 

Gerade bei den ganzheitlichen Wahrnehmung, der Ganzheit aber, wo es kein oben und unten mehr gibt, wo einem die Wahlmöglichkeit bewusst ist (ob sie genutzt wird oder nicht), wo Eigenarten und Andersartigkeit akzeptiert wird, wo weniger Regeln, als vielmehr Anerkennung, Interesse, ggs. Hilfe und Humor das System tragen, da kann diese eine Welt ja plural sein und ist auch real.

 

Realer als alles ist natürlich nur eine Welt, die von allen anerkannt werden kann, die auf Regeln beruhen, die alle akzeptieren können, eine Welt, der man durch Reisen und Filme entkommen kann, zu der man durch Liebe und Zugehörigkeit (und Wunsch) wieder zurück findet.

 

Aber alles was real „ist“ oder uns real erscheint ist von uns als Wesen, als Wesen mit Körpern, mit einer Seele, mit Wünschen und Vorstellungen und mit Sehnen nach Vollkommenheit „geschaffen“, wird von uns wahr genommen.

 

Die Welt, die Erde und vor allem die Systeme hängen also von uns als Wesen und von unserem Geist ab. Wie und wo sich die Existenz begründet, was die Seele in der Zeit erlebt, dass gerade die Zeit das Geschenk der Gemeinsamkeit ist, führt zu „einer gemeinsamen“ irdischen Realität.

 

So gesehen können die pluralen „Spuren“ also größer, gröber, oder kleiner und feiner sein.

 

Ja, sicherlich könnten auch „Zeitverschiebungen“ und „Scheibenwelten“ mit betrachtet werden – falls sie nicht nur ein Phantasieprodukt sind – es zeigt sich ja oft sehr schnell, wie sinnvoll „Trennungen“ im sinne für das eine ganze sind, so dass doch wieder alle zurückfinden zu der „Weltenseele“, zu Gott.

 

Möge unser aller Geist doch immer von dem Wunsch beseelt sein, liebevoll, offen und wach sich mit allen einig zu sein. Mögen wir alle Erfahrungen machen, die dazu beitragen Realitäten zu schaffen, die uns und allen anderen gut tun.

 

Denn der „Lebens“-Ernst verflüchtigt sich, wenn Lebenshilfe und sich gewähren lassen, wenn Zuneigungen und Anerkennungen da sind.

 

Auch Kreativität und Kunst entstehen ja genau dann, wenn keine Notwendigkeiten mehr bestehen.

 

So gesehen haben wir heutzutage mit Sicherheit mehr Realitäten nebeneinander als früher, gewähren Internet und das Bewusstsein der anderen, Bildung und „Geschichten“, sich in Realitäten einzuklinken oder zu switchen.

 

Aber:

Der Geist und der Wille sind nicht alles. Viel wichtiger für die Realitäten sind ja „lebenswertes“, „gemeinsames“, eine „gesunde Existenz“, das „menschliche Reifen“, nach dem Ausprobieren auch mal wieder Verantwortung übernehmen können, selbst wenn es eine leichte und geborgenen Verantwortung ist.

 

Es stellt sich doch gar nicht mehr die Frage nach den Pluralitäten, sondern eher die Frage der gegenseitigen Anerkennung, der Gemeinsamkeiten und des „bleiben könnens“.

 

Bei so vielen Möglichkeiten in Gottes Welt will man wahrscheinlich viel lieber wieder eine Einheit erfahren.

 

Und das letztere hängt, das weiß jeder, von dem Wohlwollen und der Akzeptanz der  Mitmenschen ab, von Gemeinsamkeiten und Interessen und von dem Gefühl einer Geborgenheit, auch wenn nicht jeder Mensch sofort schnurren möchte.

 

Ich rufe gerne morgen in der Sendung an und diskutiere mit.

 

Viele liebe Grüße, Susanne Remmert (Heggen, NRW)






Fahn-o-logie

Ich möchte hier ein interessantes, wahrscheinlich noch nie so genau beschriebenes Thema beschreiben, die Fahn-o-logie (so von mir benannt).

 

Das heißt natürlich, dass ich über das nachdenke und es beschreibe, was die Gründungsväter und –mütter einer Nation sich „vermutlich und mit bestem Gewissen“ ausgedacht haben, was die Grundlage ihrer nationalen Einheit sei und was sich in den Fahnen und Nationalfarben widerspiegelt.

 

Es mag sein, dass ich besonders die schönen und konstruktiven Seiten der Ideen hervorhebe, aber genau das ist ja meine Absicht: Weg von den gefärbten iedologisch angehauchten und verzerrten Ansichten zu kommen und hin zu einer göttlichen Interpretation und Sichtweise, die viele mit ihrem Vaterland versöhnen mag.

 

Ich sage dazu auch FAHNen- ALLEGORIEN, wobei ja die Allegorie eine

1.bildhafte Darstellung eines Begriffs, Sinnbild, Gleichnis

2. Personifizierung von Ideen

3. bildhafte Darstellung von abstrakten Begriffen in der Dichtung (v.a. im Drama)

ist (s. Langenscheid-Fremdwörterbuch, online version).

 

Um aber einer mir bedeutsamen und höheren Bedeutung gerecht zu werden lege ich jeweils die höchsten ethischen Maßstäbe an die Farbenbedeutungen und an die Zusammensetzungen.

 

Zuerst interessiert mich natürlich Schwarz-Rot-Gold – die Farben, die – von oben nach unten gesprochen - für Deutschland ausgesucht wurden.

 

Schwarz – Rot – Gold (Deutschland)

Hierin weise ich strikt zurück, dass Schwarz in Deutschland übermächtig sei. Auch ist Schwarz als Nicht-Farbe deklariert, ggf. ist das richtig, denn Schwarz ist zumindest – auf Weiß – sehr praktisch, um Themen, Texte, Sachlagen, Kunst aufzuschreiben.

 

Schwarz ist also, wenn man vom „Schreiben oder Aufschreiben“ ausgeht, die Grundlage für Deutschland, um z.B. gute und gesunde, d.h. „regelende“ Gesetze aufzuzeichnen.

Ich will hier betonen, dass damit ein gutes soziales Netz geschaffen werden kann, ausgehend von der Menschenwürde und Frieden und (Einigkeit – Recht - Freiheit) und einem beschützenden und behütenden Vaterland.

Da ja nun Deutschland zu einer der reicheren Nationen gehört, scheint das Konzept aufgegangen zu sein für alle, die sich daran halten.

 

Ich will nicht im Einzelnen auf gute oder fehlerhafte Gesetzgebung eingehen, aber gedacht ist das Schwarze als ein Dach (oben), unter dem man trocken und sicher behütet sein Leben gestalten kann.

Spricht man in persönlichen Einzelfällen von Lebensgestaltung, dann kann wieder Schwarz auf Weiß geschrieben werden, denn in Deutschland ist vieles, wenn nicht alles möglich – so lange man innerhalb des Rahmens bleibt.

 

Sicherlich haben die CDU/CSU sich schwarz als ihre Farbe zur Symbolisierung der Partei gewählt, aber ich denke, dass auch die anderen Parteien Schwarz auf Weiß schreiben. Das ist einfach nur mehr als normal und einsichtig.

 

Rot liegt in der Mitte der Fahne. Rot ist umrahmt von Gold und Schwarz, dem behütenden Dach und einer Ebene (s.u.).

Rot ist NICHT die Farbe der Aggressionen, sondern Rot steht hier für die Liebe.

D.h. dass unter dem behütenden Dach (vielleicht der Christen als erste Religion im Land), es möglich ist, Liebe zu erfahren und Liebe zu geben.

Die Liebe wiederum ermöglicht, dass Familien gegründet und Kinder geboren werden. Rot als fröhliche Signalfarbe erfrischt das Dasein. Rote Blumen bringen die Liebe und damit Glück ins Haus.

Rot bedeutet im übertragenen Sinne für alle Formen der Liebe (s. Erich Fromm), dass auch die Gesellschaft unter dem Gesetzesdach der Liebe und Freundschaft agiert. Geht man vom christlichen Grundgedanken des gegenseitigen Helfens und des Verzeihens der Sünden aus, dann kann man in Deutschland wunderbar leben und feiern. Vielleicht ist es weniger die Familie hier, die im Vordergrund steht, aber doch die Gesellschaft als Ganzes.

 

Insofern ist es einfach einzusehen, wieso die Sozialdemokraten Rot als Parteifarbe gewählt haben.

Sie stehen somit jedoch mitnichten als aggressive Opposition im Raum, sondern betonen mehr die Gemeinsamkeit und das „Erleben“ – rote frische Wangen, Gemeinsamkeit, Dasein. Dieses wird durch das entsprechend gute schwarze Dach gefördert.

 

Gold (manchmal auch Gelb) aber hat mindestens zwei wichtige Bedeutungen.

Gold steht in Märchen immer für Reichtum. Um Gold, das Erlangen von Gold, falsches und richtiges Gold dreht sich meist alles – von Armut, die überwunden werden soll, bis hin zu einer Überwindung der Gier, oder der Rettung armer Leute durch großzügige Spender.

In der Deutschlandfahne steht Deutsch auch symbolisch für Reichtum. Wir wollen Deutschland auf Reichtum gründen und Reichtum im Grunde erreichen.

 

Das Gold steht aber indirekt für einen Reichtum an Erfahrung, den Reichtum des rechten Wortes, d.h. Gold im Munde zu führen.

Goldige Kinder („Kindermund, der Wahrheit kund tu“), eine gewisse Naivität, die echt, rein und unverfälscht ist, das rechte Wort zur rechten Zeit zu sagen, das Wort, der innere Wissensschatz, der Deutschland von Grund auf im wahren Reichtum der Erde (Reich Gottes) hält.

Und umgekehrt baut auf diesem Gold wieder die Liebe auf, die Liebe wiederum beeinflusst reflexiv das Gesetz.

 

So gesehen erinnert die Dreiteilung (heilige Zahl der Dreifaltigkeit) der Fahne auch ebenso an eine Familie, nämlich das reine unverfälschte Kind (Gold), die Mutterliebe (Rot), den väterlichen Schutz, das Haus an sich (Schwarz).

 

So ist mir übrigens Deutschland viel lieber gesehen, als wenn ich mich über bisher geschehens 'Unrecht aufregen würde.

Selbst wenn in den vergangenen Jahrzehnten von der Grundidee abgewichen wurde, dann bin ich sicher, dass sie doch mehr oder weniger im Hintergrund wirkt.

Gerade dann ist es an der Zeit, sie wieder mit in den Vordergrund zu stellen, indem sich Leserinnen und Leser darüber bewusst sind, was sich idealerweise hinter der Fahnenidee verbirgt.

 

Es tut uns allen gut, daran festzuhalten und die guten Ideen weiterzugeben.

 

 

 

„Intertextualität“ von Umberto Eco im Südsauerlandmuseum

 

Die Muttertagsmorgenmatinee am Sonntag 12.05.2013 im Südsauerlandmuseum hieß, Prof. Dr. Friedhelm Dechers Ausführungen über Umberto Eco und sein 2010 auf Deutsch erschienenes Buch „Der Friedhof in Prag“ zu genießen (Hanser Verlag, München).

 

Statt blumiger Worte aber erfuhren die Zuhörer von Ecos Leben zwischen den Nationen, von dem, was ihm zum Denken und hochkomplizierten Worten bewegte. Der Semiotiker, Philosoph und Naturwissenschaftler hat maßgeblich die Debatte des 20. Jahrhunderts über Ästhetik geprägt und den Begriff der „Intertextualität“ festgelegt, wenn er feststellt, dass in Postmoderner Literatur sich Texte auf Texte auf Texte … beziehen. Mit 100.000 Büchern, die er in drei Wohnungen aufbewahrt, hat Eco wahrscheinlich nur einen Teil dessen gehortet, was seinen Wissensschatz ausmacht.

 

Ein Beispiel gab er in „Der Name der Rose“, wo der Protagonist in der verbotenen Bibliothek die Bücher miteinander wispern hört, als würde der Verfasser die Bücher weiterleben lassen oder diese nach dem Tod des Erzeugers selbständig weiterleben.

 

Beim „Friedhof in Prag“ gibt Eco ein dicht verwobenes Textbeispiel über eines seiner wissenschaftlichen Forschungsthemen: Verschwörungstheorien. Auf drei verschiedenen Ebenen erzählen drei unterschiedliche Erzähler, die sich gegenseitig ergänzen und kommentieren, ausgesprochen ausführlich die Historie des 19. Jahrhunderts.

 

Simon Simonini, ein ausgesprochener Antisemit, die einzige fiktive Figur im Roman, entpuppt sich beim Erforschen der eigenen Amnesie als trickreicher Dokumentenfälscher und Drahtzieher aller echten historischen Ereignisse, die Ecos Hauptfigur frech und frei für sich beansprucht.

 

Der Misanthrop erklärt seinen Frauen- und Völkerhass mit einer Zerrissenheit durch seine widersprüchlichen Erzieher und zitiert die gefälschten Protokolle der Weisen von Zion um sein eigenes Verhalten zu erläutern. Gleichzeitig wettert er gegen alle Nationen und gegen alle Berufstände, denen er bösartig ein Klischee nach dem anderen unterschiebt. Im vorletzten Kapitel, dem der „Endlösung“, wird deutlich, wie die Intrigen des 19. Jahrhunderts die Ereignisse des 20. Jahrhunderts und das 3. Reich quasi „vorbereitet“ haben.

 

Obwohl aber das Buch ein geschlossenes düsteres dicht gewobenes Werk ist, lernt der Leser auf ironische Weise die echten und spekulative Zusammenhänge der historischen Ereignisse kennen.

 

Prof. Decher hatte sichtlich Vergnügen daran, dieses Werk von Eco auseinander genommen zu haben und dem Zuhörer in Kürze näher zu bringen. Der anspruchsvolle Muttertagsmorgen bereitete das nachmittägliche Feiern vor.